Lokomotionsfunktion

Motivationsprobleme bei Führung von Menschen sind in allen Arten von Wertschöpfungsprozessen weit verbreitet. Es lässt sich nur darüber spekulieren, wie viel bezahlte Arbeitszeit fruchtlos oder zumindest schlecht genutzt durch Motivationsprobleme bei der Führung verstreicht. Durch Motivationsprobleme bei der Führung von Arbeitnehmern entstehen wirtschaftliche Schäden, die mit dem richtigen Vorgehen jedoch „handwerklich“ beherschbar sind.

Motivation im Führungsprozess

Ursachen von Motivationsproblemen

Wenn man der Ursache von Motivationsproblemen bei Führung auf den Grund kommen möchte, so muss man sich auf die Stufe des kleinsten gemeinsamen Nenners zwischen Arbeitnehmern und Führungskräften begeben: Subjekte der Motivationsprobleme bei Führung sind in jedem Fall Menschen. Die Komplexität unserer heutigen Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die individuellen Persönlichkeiten legen es nahe, dass Motivationsprobleme bei Führung nicht mit generellen Patentrezepten abgearbeitet werden können. Vielmehr sollte bei Motivationsproblemen die Führung stets situations- und teilnehmerbezogen sein.

Selbstverständlich kann von einem Arbeitnehmer nicht erwartet werden, dass er von sich aus die gleiche Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen besitzt, wie die Führungskraft, die Motivationsprobleme bei Führung aus einer anderen Perspektive betrachtet. Aufgabe der Führungskraft ist es, diese Identifikation zu erzeugen und Motivationsprobleme  und Arbeitsverrichtung durch geeignete Maßnahmen abzubauen.

Im Geschäftsalltag ergeben sich immer wieder ungeahnte Problemstellungen bzw. Friktionen, denen die Führungskraft – zumeist gemeinsam mit den Mitarbeitern – begegnen muss. Motivationsprobleme beginnen daher oft schon „vor der eigenen Haustür“. Denn es kann frustrierend sein, immer neue Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Sich dann auf die Motivationsprobleme der Belegschaft einzustellen fällt schwer. Insbesondere, wenn jeder Arbeitnehmer als eigenständige Persönlichkeit betrachtet werden soll, die selbst auch eigene Motivationsprobleme mit der Führung hat.

Überzeugen anstatt zu überreden

Diese Herausforderungen lassen sich jedoch nur dann lösen, wenn dem zu motivierenden auch das Motiv für seine Aufgaben nahegebracht wird. Die Führung muss dem Geführten daher verdeutlichen, warum und wofür es wichtig ist, dass dieser seine Aufgaben verrichtet. Hier muss also präzise und unmissverständlich geklärt werden, warum er wichtig ist. Motivationsprobleme müssen daher anlassbezogen mit unterschiedlichen Argumenten angegangen werden, um Verständnis für den Standpunkt der Führungskraft zu erzeugen.

Motivierte Mitarbeiter

Positive Anreize

Motivationsprobleme können mit Stimulationen des Belohnungszentrums des Geführten am besten angegangen werden. Für den einen ist ein finanzieller Anreiz hier die beste „Medizin“ zum Abbau der Motivationsprobleme. Ein anderer reagiert am besten auf Zuspruch und das Gefühl, mit seiner Leistung etwas bewirken zu können. Motivationsprobleme müssen also abgestimmt auf den jeweiligen, korrespondierenden Rezeptor des Geführten angegangen werden.

Führungskräfte müssen daher in die Lage versetzt werden, ihre Mitarbeiter und Teams sicher einzuschätzen. Ein Kennenlernen zwischen Führung und Geführten ist daher der erste Schritt gegen Motivationsprobleme bei Führung. So kann dann auch in vielen Fällen ein Verhalten, ein Tun oder Unterlassen, einem persönlichen Hintergrund zugeordnet werden und Motivationsprobleme mittels angepasster Maßnahmen minimiert werden.

Motivationsfördernde Zusammenarbeit

Führungskräfte und Arbeitnehmer müssen, im Rahmen der Bekämpfung der Motivationsprobleme bei Führung, zu der Erkenntnis gelangen, dass die Zielerreichung einer Unternehmung maßgeblich von der Motivation aller Beteiligten abhängig ist. Motivationsprobleme sind daher – sofern sie nicht rasch beseitigt werden können – in höchstem Maße kontraproduktiv und nicht nur ein vernachlässigbares Randproblem.

Werden Motivationsprobleme durch die richtigen Maßnahmen begegenet, dann ergibt sich, fast unvermeidbar, eine messbare Steigerung der Arbeitsleistung. Und wenn der Geführte erlebt, dass sein Tun gewürdigt wird, dann ist oft zu beobachten, dass es zu einer Selbstmotivation kommt, die ein Regulieren durch die Führung unnötig macht und damit Motivationsprobleme deutlich verringert werden.

Insgesamt lässt sich also feststellen, dass Motivationsprobleme bei der Führung – mit individuell abgestimmten Maßnahmen – zumeist beherrschbar sind. Allerdings müssen sie rasch nach Identifikation konsequent angegangen werden.