Beim Nachdenken über eine wirkungsvolle Struktur in der Transformation stellen viele Beobachter, Führungskräfte und Manager immer wieder fest, dass keine Organisation gleich aussieht. Das überrascht nicht. Denn Führungsstrukturen in Organisationen und Unternehmen hängen von einer Vielzahl an Variablen ab. Also zumeist ein hochkomplexes Thema. Deshalb erfordern erfolgreiche Transformation die Fähigkeit, mit einem Portfolio von Funktionen, Betriebsmodellen, Branchen und weiteren Rahmenbedingungen komfortabel umzugehen. Deswegen ist Struktur in der Transformation ein wesentlicher Hebel.

In der Vorbereitungsphase von Transformationen geht es bezogen auf Strukturen um das Aufsetzen einer zweckmäßigen und vor allem wirkungsvollen Governance-Struktur sowie dem Definieren von Akzeptanz-/ und Erfolgskennzahlen. Demgegenüber geht es in der Umsetzungsphase vor allem um die gemeinsame Zusammenarbeit und die notwendigen Feedbackschleifen zur Steuerung der Akzeptant und des Erfolges.

Definition & Einfluss dieses Hebels auf die Transformation

Definition

Unter dem Begriff Struktur in der Transformation verstehen wir das Struktursystem der Organisation einschließlich der technologischen Infrastruktur, der Abläufe oder Prozesse, sowie der Richtlinien und Regeln.

Einfluss

Der gemeinsame Satz an Systemen und Prozessen steuert und ermöglicht die Arbeit, den Umgang mit und die Freigabe von Daten und Informationen sowie die Art und Weise, wie Entscheidungen zur Zielerreichung getroffen werden. Hier geht es also um die Förderung der organisatorischen und strukturellen Fähigkeiten einer Organisation oder eines Unternehmens.

Leitfrage

Sind die Technologien, Tools, Infrastrukturen, Prozesse, Rechtlinien und Regeln der Organisation so konzipiert, dass sie eine reibungslose Umstellung durch Veränderungen fördern?

Strategie-Elemente

Governance – First Stage right!

Für den Aufbau eines erfolgreichen Transformations-Teams sind vor allem zwei Aspekte von besonderer Bedeutung:

  • Organisatorische Bewertung – hier geht es um die Analyse der Unternehmenskultur, dem Reifegrad, der verfügbaren Unterstützungsleistung, der Bereitschaft und der Wirkungsfähigkeit sowohl der IST-Situation als auch darüber wie lange und beschwerlich der Weg für die Organisation sein wird.
  • Transformation Governance – hier geht es um die Roadmaps, den Ansatz, die Change Leadership Strukturen, cross-funktionale Entscheidungs-Kompetenzen, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die erforderlichen Kapazitäten.

Oftmals ist im Management ein erheblicher Wandel notwendig, um überhaupt die fehlenden Komponenten hierfür zu erkennen.

Wenn die Governance aber umsichtig aufgebaut und ausgeübt wird, sind die Organisationen deutlich besser in der Lage, den Hunderten und Tausenden von Menschen, die für sie arbeiten, nicht nur deren Zustimmungen zu gewinnen. Vielmehr sind sie sogar davon zu überzeugen, die Organisationsveränderung aktiv mit zu verändern sowie das Verhalten und Handeln mit der Vision der Führung für die Transformation in Einklang zu bringen. Eine zweckmäßige Governance schafft also eine stabile Struktur in der Transformation – und der damit verbundenen Herausforderungen.

Roland Deiser von der Drucker School of Management beschreibt diese Herausforderungen als Governance Challenge.

Führungskräfte, die Transformationsvorhaben erfolgreich steuern, haben verstanden, dass sie künftig die Dinge anders machen müssen als bisher. Der Aufsetzpunkt dazu ist aber meist die aktuelle Situation. Diese muss kritisch dahingehend hinterfragt werden, was künftig erforderlich sein wird – und dies gilt vor allem für die Art und Weise von Leadership während der Transformation.

Für alle, die vor diesem Hintergrund mehr darüber erfahren möchten, welche neuen Prinzipien und Praktiken Unternehmen bei der Entwicklung nachhaltiger Wettbewerbsvorteile berücksichtigen sollten, empfehle ich das folgende Video von neXt Curve:

Roland Deiser: Future Proof Organization – Implications for Business Leaders

Definieren von Akzeptanz-/ Erfolgskennzahlen

Damit Transformationen nicht einfach chaotisch ablaufen, bedarf es relevanter Akzeptanzkriterien. Dies gilt insbesondere Hiermit soll die Akzeptanz der Veränderungen ganz einfach überwacht werden. Deshalb sollten sich die Verantwortlichen zumeist auf die Nutzungsintensität der Beteiligten in den veränderten Bereichen konzentrieren. Und dies sowohl auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis. Zudem sollten drastische Wechsel in den täglichen Verhaltensweisen besondere Aufmerksamkeit erhalten. Hierfür bieten moderne Management-Plattformen, nicht nur die notwendige Struktur für die Transformation, sondern vor allem auch prima automatisiert ablaufende Report- und Cockpit-Ansichten. Damit schaffen die eingesetzten Technologien auch eine hervorragende Transformations-Unterstützung.

Fördern der Zusammenarbeit und Feedback-Schleifen

Kollaborative Plattformen stellen oftmals für die Beteiligten an Transformationsvorhaben eine technische Infrastruktur dar. Diese ermöglicht es, die Vorhaben nicht nur transparent darzustellen, sondern vor allem auch gemeinsam mit den Beteiligten zu erörtern. Durch die gleichsam kritische und transparente Auseinandersetzung auf der jeweiligen Plattform wird Feedback möglich, um verbesserte Erfahrungen gemeinsam zwischen allen Beteiligten zu schaffen. Und hiermit gibt es nicht nur klare Anknüpfungspunkte zum Enablement, sondern die Struktur der Transformation wird deutlich verstärkt.

Dadurch wird die aktive Zusammenarbeit unter den Beteiligten erhöht und gleichzeitig die Widerstände gegen Veränderungen reduziert, da hierdurch vor allem die Akzeptanzrate zumeist deutlich erhöht werden kann. Zudem fördert das Einholen und Geben von Feedback wirkungsvoll die gegenseitige Kommunikation.

Darüber hinaus haben Change-Agents und Führungskräfte gleichermaßen die Möglichkeit, nicht nur Daten, Informationen und Aktualisierungen zu kommunizieren, sondern sich über bewährte Vorgehensweisen auszutauschen, Fragen zu stellen und Erfolgsgeschichten weiterzugeben.

Fazit

Bei der Struktur in der Transformation geht es um das Struktursystem und dessen Organisation. Zumeist ein hochkomplexes Thema aufgrund der zahlreichen Facetten der einzelnen Komponenten. Aber gerade aufgrund der erheblichen Wechselwirkungen zwischen den Komponenten ein ganz starker Hebel für Planung, Umsetzung und Weiterentwicklung von Transformationsvorhaben.