Neues Jahr, neues Glück, aber die monatliche Leseliste bleibt – auch wenn sie aufgrund hoher Auslastung ein wenig auf sich warten lassen hat. Weiterhin gibt es einmal im Monat interessante und lesenswerte Artikel, die mir den Weiten des WWW untergekommen sind.

Arbeiten 4.0: Zeit, sich der Realität zu stellen

Wir sind schon ziemlich gut vernetzt, aber die Zukunft ist vernetzter.
Wir sind schon ziemlich gut vernetzt, aber die Zukunft ist vernetzter.

Die Vierte Industrielle Revolution – kurz Industrie 4.0 – kommt langsam aber sicher in der Realität an. Über den Begriff Industrie 4.0 lässt sich streiten, aber Fakt ist, dass Maschinen zunehmen intelligent vernetzt werden und Entscheidungen aufgrund einer Datenlage treffen können, die wiederum eine Handlung auslöst. Das hat früher oder später Konsequenzen bis in den letzten Winkel aller Unternehmen und je eher man sich dessen bewusst ist, desto eher gehört man zu den Gewinnern dieser Veränderung. Deshalb mein Lesetipp: Ein Whitepaper von Campus Mittelstand zur CeBit 2016.

„Denn die künftige Wertschöpfung wird verstärkt virtuell stattfinden, interaktiv und weitgehend auf dem Prinzip des Teilens basieren. Dazu müssen Werte wie Sinn und Vertrauen gestärkt werden.“

Arbeiten 4.0 und Mittelstand – Neue Spielregeln erfordern neues Denken

Microsoft und die Forschung

Eigentlich kann ich diesen Artikel gar nicht empfehlen, denn ich habe mich gerade vom Windows-Laptop verabschiedet und mir jetzt hoffentlich ein Gerät zugelegt, das mich nicht ständig im Stich lässt. Aber dieser Bloomberg Business Artikel über Microsoft und die Veränderung im Bereich Forschung und Entwicklung ist eben lesenswert, denn tatsächlich versucht sich die Marke unter CEO Satya Nadella wieder dem Kunden anzunähern. Nur ist der Rückstand eben erheblich.

„The bigger problem at Microsoft was that often the most promising research never made its way into the company’s products until a rival built something similar.“

How Microsoft Plans To Beat Google and Facebook to the Next Tech Breakthrough

Kampf für einen Elektro-Stehroller

CEO von der Walberg Urban Electrics GmbH, Florian Walberg. Foto: EGRET.
CEO von der Walberg Urban Electrics GmbH, Florian Walberg. Foto: EGRET.

Florian Walberg gehört zu den Idealisten unter den Unternehmern. Er produziert einen Elektroroller, der keine Straßenzulassung hat. Seine Firma hat neun Angestellte, mit der Straßenzulassung wären es vielleicht ruck zuck zehn Mal so viele, denn der Markt ist da. Nur kommt er nicht am TÜV vorbei. Und der TÜV nicht an Brüssel. Und die Entscheidung in Brüssel dann wieder nicht an Berlin. Mittlerweile sitzt er alle paar Wochen für die EU mit der Arbeitsgruppe TC354-WG4 zusammen, um die technischen Standards dieses Gerätes zu festzulegen. Das dauert – so ganz ohne Lobby. Und eigentlich möchte er ja nur einen Roller verkaufen. brand eins traf den Hamburger.

„Aber was ist mit der Vorderbremse? Die Anforderungen für Elektroroller verlangen eine Vorderbremse. Dass die bei einem Stehroller lebensgefährlich ist, spielt keine Rolle. Die Vorderbremse ist Pflicht und keine Diskussionsgrundlage.“

Neben der Spur

Die Visitenkarte von Nuklearwaffenverkäufern

Foto: Center for Land of Use Interpretation (CLUI).
Foto: Center for Land Use Interpretation (CLUI).

Los Alamos Rolodex heißt das Buch, in dem sich über 100 Abbildungen von Visitenkarten ehemaliger Nuklear-Handelsvertreter des Kalten Krieges befinden, das vom Center for Land Use Interpretation herausgegeben wird und zu dem auch eine Ausstellung gehört. The Atlantic hat mit dem Direktor Matthew Coolidge gesprochen. Über Visitenkarte und über die Geschichte, die sich hinter den Karten verbirgt.

„Coolidge calls the cards “raw material”: not stories in themselves, but pointers to hundreds of individual stories. In a way, Los Alamos Rolodex takes the two approaches at once: We see people as professionals, glimpsing both them as individuals and their role in the machine.“

The Traveling Salesmen of the Nuclear-Industrial Complex