Jeden Monat stelle ich im Format „Lesestoff“ einige Reportagen, Interviews und Berichte aus anderen Medien vor, die mir positiv aufgefallen sind. Dabei geht es oft um Management, Führung und Wirtschaft – aber längst nicht immer. Auch in den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Medien stoße ich immer wieder auf Inhalte, die ich für empfehlenswert halte. Here we go.

Arbeitsalltag Spionage

Es steht ganz schön schlecht um das Ansehen des Bundesnachrichtendienstes, kurz BND, in Deutschland. Im Zuge der NSA-Affäre erschien der BND immer wieder als verlängerter Arm des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes (Operation Eikonal) NSA und gab dabei nicht viel auf die Rechte deutscher Bürger – bzw. war technisch gar nicht dazu in der Lage, die Rechte deutscher Bürger ausreichend zu schützen. Die Welt hat jetzt eine große Reportage gebracht: über den BND, seine Arbeit, die Agenten. Zwei Menschen vom BND sprechen direkt über den Joballtag beim deutschen Nachrichtendienst. Zugegeben, die Reportage wirkt ein bisschen wie ein PR-Move des BND, ist aber trotzdem ziemlich interessant.

„Der eine Terrorist, der es schafft. Das ist der Gedanke, den sie alle loszuwerden versuchen.Sidka sagt, es gebe Kollegen, die damit nicht klarkämen und sich versetzen ließen.“

BND-Agenten brechen ihr Schweigen

Selbstständige Freiheit vs. angestellte Sicherheit

Die Generation Y will alles: maximale Freiheit und Selbstverwirklichung, zum Monatsanfag ein ordentliches Gehalt auf dem Konto und am besten alles unbefristet. Und Work-Life-Balance – natürlich. Die Gleichung geht nicht auf, stellt Holm Friebe, Publizist und Dozent aus Berlin, im Interview mit dem SZ-Magazin fest. Er bringt so manchen Widerspruch der heutigen Arbeitswelt auf den Punkt, gehört selbst zu den Befürwortern des Bohemian Lifestyle. Er hat auch zusammen mit Sascha Lobo das Buch „Wir nennen es Arbeit“ geschrieben, das auch eine Lektüre wert ist.

„Jeder Personalchef, der sagt „Wir suchen unangepasste Querköpfe“, lügt entweder oder ist demnächst seinen Job los.“

»Burnout ist zum Sehnsuchtsfeld geworden«

Audis Mitarbeiterkommunikation im Change Prozess

Dass eine gute Mitarbeiterkommunikation zum A&O des unternehmerischen Erfolgs gehört, betone ich in meinen Blogeinträgen immer wieder. Audi ist gerade dabei, seine Mitarbeiterkommunikation unter Leitung von Jörg Lindberg umzustellen und für die Zukunft zu wappnen. Im Artikel auf pressesprecher.com spricht er immer wieder davon, wie wichtig der Blick über den Tellerrand sei. Sowohl was den Change Prozess angeht, als auch im Bezug auf die Mitarbeiterkommunikation selbst. Das kann man so unterschreiben.

„Lindbergs Team krempelte die Ärmel hoch und begann den Change-Prozess gemeinsam zu gestalten. Kein leichter Weg: Das Team reflektierte die eigene Arbeit, führte eine unternehmensweit repräsentative Befragung der Zielgruppen durch. Entwickelte eine eigene Vision und Mission, definierte Werte, Spielregeln und KPI.“

Audi macht mobil