Jeden Monat stelle ich im Format „Lesestoff“ einige Reportagen, Interviews und Berichte aus anderen Medien vor, die mir positiv aufgefallen sind. Dabei geht es oft um Management, Führung und Wirtschaft – allerdings nicht immer. Auch in den Bereichen Kultur, Gesellschaft und Medien stoße ich immer wieder auf Inhalte, die ich für empfehlenswert halte.

Zuwanderung: Plusminus Null

Was wäre, wenn der ganz rechte Rand mal Recht bekommen würde? Keine Zuwanderung mehr, bzw. genau so viel Zuwanderung wie Auswanderung. Getreu eines Papiers, das da heißt: „Deutschland: Kleiner, aber stark.“ Philip Faigle und Karsten Polke Majewski haben das Szenario für „Die Zeit“ mal exemplarisch skizziert. Natürlich kann das alles nur vage sein, dennoch lohnt sich der Blick darauf – ist zumindest hochinteressant. Und vielleicht wäre diese Entwicklung gar nicht so weit weg von einer zuwanderungsfreien Realität, denn manche Dinge passieren bereits. Schulen und Krankenhäuser werden teilweise schon geschlossen, dass Einstellen von Buslinien ist in vielen Dörfern ebenfalls bereits bittere Realität.

Will Deutschland die Verschuldungsregeln der EU einhalten, muss der Finanzminister jedoch Ausgaben streichen – und zwar rund vier Prozent jedes Jahr. Die Regierung verspricht, dass dies ohne Einbußen für die Bevölkerung vonstatten geht. Schließlich gibt es auch weniger Bürger, auf die der Staat seine Ausgaben verteilen muss. Es braucht weniger Straßen, weniger Schulen, weniger Beamte. Doch wo genau gespart werden soll, ist umstritten.

Ein Land schrumpft

Social Capitalism statt Star-Charity

Akon ist Popstar. Mitte der Nullerjahre eroberte er mit seiner Version von „Lonely“ auch die deutschen Charts – und noch immer mischt er ganz oben mit. Doch in erster Linie ist er kein Künstler, sondern Geschäftsmann, wie er im Interview mit Al Jazeera verrät. Er engagiert sich in Afrika, aber nicht mit einer Wohltätigkeitsorganisation und Charitysongs wie andere Stars. Davon hält er nämlich gar nicht sonderlich viel. Er investiert – und er verdient. Social Capitalism ist seine Idee für ein besseres Afrika. Was er da macht, erinnert an etwas, über das ich bereits an dieser Stelle schrieb: „Base of the Pyramid – eine globale Chance“. Er setzt diese Idee erfolgreich in die Tat um. Ein hochinteressantes Gespräch:

 

Facebook: Der große Bruder wird größer

Facebook macht es uns einfacher, den Kontakt zu alten Bekannten zu halten. Wir bekommen nützliche Links von unseren Freunden und Kontakten und als Selbstständiger hat man den Vorteil Marketing für sich selbst betreiben zu können. Anfang Februar hat Facebook seine Geschäfts- bzw. Datenschutzbedingungen aktualisiert. Durch die Weiternutzung des sozialen Netzwerks hat man diesen automatisch zugestimmt. Hat sich irgendwer von Ihnen mit den neuesten Veränderungen in Sachen Datenschutz und Nutzerdatenverarbeitung beschäftigt? Ich wette dagegen. Salim Virani hat es allerdings getan und mal niedergeschrieben, was genau sich eigentlich verändert. Einst war er großer Fan des blauen Zuckerberg-Imperiums. Jetzt ist das Gegenteil der Fall. Unbedingt lesen, es ist erschreckend!

And you thought those Farmville requests were annoying. Every time you saw one, that friend was revealing your information to „third parties.“

Get your loved ones off Facebook.