Margaret Thatcher verfügte über ein hohes Maß an Führungsstärke, genauso wie Nelson Mandela und Papst Johannes Paul II. Was braucht man eigentlich alles, um über „Führungsstärke“ zu verfügen? Neben einem wachen Verstand und dem notwendigen Gespür für seine Umwelt, sicherlich auch die Fähigkeit, Ziele zu entdecken bzw. zu entwickeln und diese dann auch zu erreichen. Und dies  dann nicht nur für sich selber, sondern auch für das erfolgreiche Einwirken auf Andere, um dann gemeinsam unterschiedliche Aufgabenstellungen zu bewältigen.

Die Wirkung von Führungsstärke

Führungsstärke wirkt durch Vorbild, Motivation, Anregung und Entwicklung. Dabei muss davon ausgehen, dass 70 bis 80% quasi als „Handwerk“ erlernbar sind. Und nur die restlichen 20 bis 30% auf Erfahrung, Kreativität, Leidenschaft, Phantasie und auch dem notwendigen Glück zurückzuführen sind. Dadurch wird auch deutlich, dass gute Führung ist eine beschwerliche Angelegenheit ist. Und dies nicht nur für Unternehmen und Organisationen; sondern vor allem für die eigentlichen Träger der Führungsstärke. Denn nur die aller wenigsten verfügen über das entsprechende Charisma. Daher ist es ab und zu ganz gut, sich auf die Hintergründe dieser Handlungskompetenz zu besinnen.

Damit wirkt Führungsstärke quasi in Form eines guten Gastgebers, der die richtigen Gäste einlädt und zusammenbringt, der anregende Themen präsentiert, aber auch den Teilnehmerkreis eingrenzt – und falls erforderlich; auch mal bewusst auslädt – und dadurch auch ein deutliches Zeichen setzt.

Die Bestandteile von Führungsstärke

Man muss keine dollen Titel haben, um über echte Führungsstärke zu verfügen. Oftmals haben Menschen mit einfachen Berufen, dafür aber festem Stand im Leben, deutlich mehr Führungsstärke, als hochbezahlte Führungskräfte in der Wirtschaft, Finanzwelt, Verwaltung und Politik. Und es hat auch nichts mit genetischer Veranlagung zu tun. Sondern vor allem mit der eigenen Persönlichkeit und wie diese durch die Umwelt geprägt wird. Dazu gehört natürlich auch der Lernerfolg aus gemachten Fehlern. Auch der Nichterfolg bzw. das Scheitern in einzelnen Abschnitten gehört dazu. Tom Peters, einer der nach wie vor führenden Unternehmensberatern aus den USA, beschrieb dies mal sinngemäß wie folgt:

Keine Niederlage => Keine Erfolge

Keine raschen Niederlagen => Keine raschen Erfolge

Keine große (raschen) Niederlagen => Keine großen (raschen) Erfolge

Darüber hinaus zeichnen sich führungsstarke Personen auch durch ihre Ecken und Kanten aus. Streitigkeiten gehen sie deshalb auch nicht aus dem Weg, sondern stehen diese mit hoher Überzeugung durch – mitunter auch sehr hartnäckig.

Folgende Fähigkeiten und Erfahrungen – und bitte nicht Erlebnisse – gehören aus meiner Sicht unweigerlich zur Entwicklung von Führungsstärke hinzu:

Führungsstärke

 

Vielleicht fehlt hier noch die Gelassenheit. Aber die ist mehr Wirkung als Ursache.

Über die prozentuale Aufteilung lässt sich sicherlich trefflich diskutieren. Also gerne: Feuer frei!

 

Kennzeichen guter Führung

Hier zum Abschluss mal eine Aufzählung der wesentlichen Kennzeichen:

  • Auf- und Ausbau von Flexibilität und Widerstandsfähigkeit
  • Anleiten zum erfolgreichen Bewältigen unterschiedlicher Aufgabenstellungen
  • Anregen zu Neugier und Improvisation
  • Entwickeln von Stärken und Fähigkeiten
  • Motivieren durch eigenes Vorbild
  • Verbinden von Interessen und Gegensätzlichkeiten